Eine historische Operation

Dude 44 Bravo, oder sein Doppelgänger, wird eines Tages sicherlich der Held eines Rambo-Films sein.

In der Zwischenzeit muss er sich von seiner Knöchelverstauchung, diversen anderen schweren Verletzungen und vor allem von den seelischen Folgen erholen. Der Oberst der US-Luftwaffe, verantwortlich für die Waffensysteme eines amerikanischen Kampfjets, befand sich mit Pilot Dude 44 Alpha in der F-15, die am 2. April (3. April iranischer Zeit) im unwegsamen Gelände des Zagrosgebirges nahe Isfahan, 320 km von der Grenze entfernt, über iranischem Gebiet abgeschossen wurde.

Die beiden Männer retteten sich kurz vor dem Absturz mit dem Fallschirm und landeten mehrere Kilometer voneinander entfernt. Eine Katastrophe für das amerikanische Militär und umso mehr für die Trump-Regierung, wären sie gefangen genommen und als Druckmittel zur Erpressung und Demütigung missbraucht worden. Alle erinnerten sich an den verheerenden Befreiungsversuch der 53 Geiseln in der amerikanischen Botschaft in Teheran im Jahr 1979, der das Leben von acht amerikanischen Soldaten und Jimmy Carters Wiederwahl 1980 kostete. „Alpha“ wurde glücklicherweise am 3. April von zwei Black-Hawk-Hubschraubern, die nach einem heftigen Gefecht mit iranischen Streitkräften beschädigt worden waren, schnell und unverletzt geborgen. Top-Piloten der US Luftwaffe konnten ihn schließlich bergen.

Über „Bravo“ war jedoch nichts bekannt, bis auch er sein Notsignal aussandte, was für einige Verwirrung sorgte, da seine einzige Nachricht „Gott ist gut“ einen leicht islamischen Beigeschmack hatte. Es stellte sich heraus, dass er ein gläubiger Christ war, und die CIA analysierte die Nachricht gründlich, bestätigte ihre Echtheit, stellte die Kommunikation wieder her und erfuhr, dass er allein, verwundet und in einer Felsspalte in den Bergen versteckt war. Am Morgen des 4. konnten CIA-Agenten, die in das Gebiet eingedrungen waren, sein Versteck in großer Höhe orten.

Leider sickerte die Nachricht von seinem Überleben durch, und eine Moderatorin eines iranischen Fernsehsenders appellierte an die Stämme und Dörfer der Region und setzte eine hohe Belohnung für die Gefangennahme des Amerikaners aus. Glücklicherweise ist die Region dem Mullah-Regime sehr feindlich gesinnt. Trotz seiner Verletzungen hatte „Bravo“ es geschafft, so weit zu klettern. Trump, Verteidigungsminister Hegseth und der US Stabschefs, Dan Caine, übernahmen das Problem und beschlossen gemeinsam mit Präsident Trump, alle Hebel in Bewegung zu setzen. Sie entsandten eine Armada von 155 Flugzeugen in die Region, darunter 4 Bomber, 64 Kampfflugzeuge und 48 Tankflugzeuge, die das umliegende Gebiet mit rund hundert satellitengelenkten Bomben und Bodenangriffen sicherten. In der Nacht vom 4. auf den 5. drang ein Team des SEALS 6 unbemerkt in den Iran ein und barg den verwundeten, blutenden und hungernden Soldaten.

Sie brachten ihn dann zu einem provisorischen Flugfeld, wo zwei große MC-130-Transportflugzeuge und Hunderte von E:llitesoldaten für den Fall eines Gefechts auf sie warteten. Doch die Flugzeuge blieben im Sand stecken. Sie mussten aufgegeben werden, aber nicht, bevor sie zusammen mit mehreren Hubschraubern zerstört wurden, um zu verhindern, dass ihre Spitzentechnologie in die Hände der iranischen Armee fiel. Der verwundete Soldat und die Truppen wurden in den folgenden Stunden in Wellen mit kleineren Rettungsflugzeugen sicher evakuiert. Am nächsten Tag zeigte das iranische Fernsehen die Wracks der zerstörten amerikanischen Flugzeuge und behauptete, iranische Streitkräfte hätten sie abgeschossen. Lügen sind ein fester Bestandteil der islamistischen Denkweise und Sprache.

 „Bravo“, schwer verwundet, liegt in Kuwait im Krankenhaus und wird es schaffen“, erklärte Trump und fügte hinzu, eine Katastrophe sei „mit Gottes Hilfe“ und „ein bisschen Glück“ knapp abgewendet worden. Und das zu Kosten von mindestens 300 Millionen Dollar, da jedes der beiden großen Flugzeuge 100 Millionen Dollar kostete. Tatsächlich beliefen sich die Gesamtkosten wahrscheinlich auf eine halbe Milliarde Dollar. „Ausserst kostpsielig, aber das amerikanische Militärmotto, dass kein Soldat zurückgelassen wird, wurde ber“Ucksichitgt.

Aus dieser realen Übung kann das US-Militär Lehren für eine mögliche Bodeninvasion im Iran ziehen, Region für Region, um eine große Schlacht zu vermeiden. Dies ist eine der Optionen für die Zukunft, falls die Waffenstillstandsgespräche zwischen den USA und dem Iran in Pakistan nicht die erwarteten Ergebnisse bringen.

Man darf nicht vergessen, dass die iranische Bevölkerung, von der mehr als 80 % dem Regime feindlich gesinnt sind, weiterhin den islamistischen Massenmördern Pasdaran, Basij und anderen Polizei- und Repressionseinheiten ausgeliefert ist. Zehntausende Iraner sitzen im Gefängnis und warten auf ihre Hinrichtung durch den Strang. Diese sehr kostspielige „gute Nachricht“ hat daher einen gravierenden Nachteil. Wer rettet die Iraner? (JPP. Zusammenfassung des Artikels in der französischen Illustrierten „Paris-Match“, 9.–15. April 2026, S. 57–63, und aus den Fernseh- und Radiosendungen vom 5./6)